Start Yamatodamashii's Corner Goldene Regeln im MMA

Goldene Regeln im MMA

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Purebred Goods

Es gibt immer wieder Phasen, da passieren Sachen auf Events oder im Umfeld drumherum, da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Sachen, die meiner Meinung nach überhaupt nichts bei einer Sportveranstaltung zu suchen haben. Immer wieder muss ich kopfschüttelnd Ereignisse miterleben, die einen Menschen viel Kraft, Nerven, Zeit und manchmal auch Geld kosten, im Rahmen von Veranstaltungen. Und auch, wenn ich mich mal mit anderen Teams oder Veranstalterkollegen unterhalte, bekomme ich Sachen zu hören, die ich fast nicht glauben könnte, wenn ich sie nicht schon selbst so oft erlebt hätte. Mir kam dann irgendwann einmal die Idee, die selbstverständlichsten Dinge, Verhaltens- und Arbeitsweisen, sozusagen die „Goldenen Regeln“ im MMA für Kämpfer, Veranstalter, Trainer, Betreuer, Manager und und und aufzuschreiben. Denn anscheinend waren die Dinge ja gar nicht so selbstverständlich, wie alle immer tun. Obwohl sie es wissen.

In erster Linie werde ich keine Regeln aufstellen, sondern man sollte diese „Goldenen Regeln“ als Empfehlung, Erinnerung oder auch Gedankenanstoß verstehen. Etwas, was man eigentlich weiß, immer schon gewusst hat, aber im Laufe der Zeit dann anscheinend wieder irgendwie vergessen hat. Und ja, es sollte Regeln und Normen in einem der Öffentlichkeit zugänglichen professionellen Sport geben. Jemand, der das Gegenteil behauptet, disqualifiziert sich automatisch schon selbst als ernst zu nehmender Gesprächspartner oder Beteiligter. Gerade das Bild, das vom MMA immer noch in der breiten Masse (soweit sie überhaupt schon einmal davon gehört haben sollten) herrscht, ist zumindest extrem verbesserungswürdig. Dazu gehört viel Aufklärungsarbeit. Man muss die Menschen sachlich informieren. Vorurteile abbauen. Und ja, wenn man dann im TV oder bei einer Veranstaltung live jemanden sieht, der sich auf gut deutsch „wie eine offene Hose“ daneben benimmt, dann trägt dieses eine Erlebnis, egal wie wenig es an sich mit dem Sport zu tun hat, zur Meinungsbildung bei. Und sicher nicht im positiven Sinne.

Trainiere im German Top Team

Und dabei rede ich nicht nur von dem 08/15 Mitbürger, sondern denkt mal weiter, wie so etwas dann auf einen Journalisten, Sponsoren oder Programmchef bei einem TV Sender wirkt.

In Deutschland schreien immer alle nach Professionalität, doch 90% wissen noch nicht einmal, was das ist. Geschweige denn, wie man sie erreicht und dann auch beibehält. Alle träumen vom großen Erfolg, dem schnellen Geld und immerwährendem Ruhm und vergessen dabei, dass im Lexikon vor E, wie „Erfolg“, immer noch A, wie „Arbeit“ kommt. Es wird hierzulande das Pferd einfach zu oft von hinten aufgezäumt. Man macht vor dem ersten Schritt oft schon den fünften oder sechsten. Und man wundert sich, warum dann nichts funktioniert. Ein Kämpfer, der noch nicht einmal eine Handvoll Kämpfe hat (und ich rede nicht von Siegen), sollte sich um sein Training kümmern und nicht um seine Facebook Fanseite. Seid ihr wirklich so realitätsfremd, dass ihr denkt, dass Ihr über so eine Seite „Fans“ gewinnt? Die ihr dann essen oder tanken könnt? Die Eure Miete zahlen? Die für Euch kämpfen gehen und gewinnen? HALLLOOOOOO!!!!! Aufwachen!!!! Trainingstasche packen und ab ins Gym! Und immer schön an das Beispiel mit dem Lexikon denken! R, wie „Ruhm“ kommt ziemlich weit hinten….

Ich möchte mit meiner neuen Serie ganz sicher nicht die Regeln aufstellen. Ich denke, ich fasse da allgemein gültige Regeln einfach wieder zusammen und rücke sie vielleicht nochmals in ein bisschen anderes Licht. Morgen geht’s los…

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