Start Ergebnisse SHOOTO KINGS II: the „Yamatodamashii-way“

SHOOTO KINGS II: the „Yamatodamashii-way“

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Am vergangenen Samstag hielt Shooto Germany die zweite Ausgabe der Profi Event Serie „SHOOT KINGS“ unter dem Titel „Supernova“ in der Metzinger Öschhalle ab. Kämpfer aus Italien, Holland, Japan und Deutschland haben sich an diesem Wochenende in der Outlet City eingefunden, um zu ermitteln, wer der bessere Mann ist. Und einer, der das ganz genau beurteilen kann, ist auch gekommen: Enson „YAMATODAMASHII“ Inoue, Legende der PRIDE FC, UFC und Shooto Weltmeister war eigens zu dem Event aus Japan eingeflogen. Bereits am Freitag, während das Einwiegen der Ahtleten in der Diskothek „M Park“ in Reutlingen vorbereitet wurde, trainierte Enson im Rahmen eines dreistündigen Seminars in der German Top Team Akademie von Peter Angerer mit Kämpfern und Sportlern aus Würzburg, München, Stuttgart, Villingen-Schwenningen, Madrid und Reutlingen. Bereits jetzt stand bei allen Beteiligten das Wochenende unter dem Zeichen des „Yamatodamashii Wegs“.

Am Samstag wurden dann die Tore der Öschhalle um 18.30 Uhr für die Zuschauer geöffnet und die rund 400 Zuschauer füllten die VIP Ränge und Tribünenplätze. Pünktlich um 20 Uhr begann dann ein Event der Extraklasse, wie es so in Deutschland leider nur selten bis gar nicht zu finden ist. Mit einem Full HD Livestream aus der Halle, der von mehreren Hundert Zuschauern auf der ganzen Welt angesehen wurde, Enson Inoue als Stargast und einer Fightcard mit insgesamt vier Titelkämpfen und weiteren Superfights blieben hier keine Wünsche der Fans offen. Begonnen wurde mit den Kämpfen um die Deutschen Amateurtitel im Shooto für dieses Jahr mit den besten Shootern, die unser Land zu bieten hat. Dabei bekamen die Fans zu sehen, wie Junias Heil sich weigerte in einer Guilotine zu tappen und sich schlichtweg bewusstlos würgen lies, wie Raphael Lesnino einfach den Arm von Selvin Ramcilovic brach und wie sich die beiden Schwergewichte Arrow Schreck und Alex Budja eine Drei-Runden-Ringschlacht lieferten, wie es sie selten gegeben hat. Den krönenden Abschluss bei den Vorkämpfen lieferte der Münchner Raoul Tedeschi mit einem Punktesieg über seinen Gegner Emanuel Zaccaria (Hammer Team/Italien) im einzigen internationalen Superfight bei den Amateuren.

Trainiere im German Top Team

Ab da waren es dann die Profikämpfe, die das Publikum zu unterhalten wussten. Den Auftakt machte hier der Lokalmatador Simon Eberlein vom Lion Cage Reutlingen, der mit dem Italiener Stefano Monteriso vom Ligorio Top Team eine schwere Aufgabe zugeteilt bekam. Doch Eberlein, der erstmals in der Klasse -65 kg antrat, zeigte sich in allen Bereichen des Kampfes stark verbessert. Über zwei Runde dominierte der Reutlinger seinen italienischen Kontrahenten klar und fuhr einen ungefährdeten Punktesieg mit dieser Glanzleistung ein. Ein internationaler Sieg, der dem Reutlinger einen gewaltigen Schub in seiner Karriere verschaffen wird.

Und auch sein Teamkamerad Artur Waiz machte nach seinem letzten Sieg bei „Age of Cage“ erneut eine gute Figur gegen den Muay Thai Veteranen Jan Kronschnabl vom German Top Team. Zwar kämpften beide über die volle Zeit auf Augenhöhe, doch die Entschlossenheit von Waiz diesen Sieg nach Hause zu holen zeigte sich in seinen Aktionen. Das war das „i-Tüpfelchen“ auf den Wertungszetteln der Punktrichter, welches Waiz einen einstimmigen Punktesieg einbrachte.

Der Mainzer Jerome Höfer (Suum Cuique) machte mit dem Shooto Europameister von 2013 Michel Röge aus Amsterdam (R-Grip Gym) kurzen Prozess. Beide hatten sich mit spektakulären Siegen bei der Debütveranstaltung im Mai für einen Kampf empfohlen und es war wohl klar, dass dieser Fight nicht über die Zeit gehen würde. Doch Höfer benötigte gerade einmal 1:47 Minuten, um Röge in einer Triangle zum Abklopfen zu zwingen. Ein imposanter Sieg des jungen Mainzers, der wohl zu einem der Stars des Shooto in unserem Land heranwachsen wird.

Tobias Huber stand dem Glory Worldseries Veteranen Giorgio Belsanti vom Ligorio Top Team aus Italien gegenüber. Huber, der eigentlich am selben Abend in Grünsfeld kämpfen sollte, dort aber kurzfristig ohne Gegner da stand, sprang kurzerhand bei SHOOTO KINGS ein und zeigte, dass er wirklich jeden kämpft. Doch Belsanti, der schon Huber-Bezwinger Florian Lenz nach Punkten schlagen konnte, machte dieses Mal kein langes Federlesen und schon nach knapp über zwei Minuten musste Huber im Triangle Choke des Italieners abklopfen. Belsanti ist ebenfalls einer der kommenden Stars dieses Labels.

Im Profititelkampf zwischen Artjom Knorr, der Champion -83 kg ist, und Sascha Massafra, dem Champion -91 kg, ging es um den Titel des Münchners in eben dieser Klasse. Knorr ist ein aufstrebender und sehr hungriger Kämpfer mit einem gewaltigen Potential. Doch Massafra, das „Shooto Kind“ aus München, zeigte dem Mann aus dem hohen Norden, dass mit dem „Hengst“ aus dem Süden nicht zu spaßen ist. Mit einer beeindruckenden Leistung zwang Sascha Massafra seinen Herausforderer nach nur 2:48 Minuten in Runde 1 mit einem perfekten Armbar zur Aufgabe und verteidigte seinen Titel somit erfolgreich.

Das Main Event des Abends war der Superfight „Japan vs. Germany“, welcher jedes Event von SHOOTO KINGS in Deutschland krönt. In seinem Abschiedskampf trat MMA Pionier Peter Angerer im Alter von 46 Jahren nochmals in den Ring. Sein Gegner Koji Takeuchi aus Japan ging hier wohl als der klare Favorit mit einem Rückenwind von drei Siegen im letzten Jahr in Folge in den Kampf. Doch auch der Reutlinger Lokalmatador hatte seine Hausaufgaben gemacht und sich über vier Monate perfekt auf seinen japanischen Kontrahenten eingestellt. Mit gut getimten Aktionen konnte Angerer Takeuchi auf Distanz halten und in der ersten Runde gute Treffer mit Kicks anbringen. In der zweiten Runde klingelte der Japaner Angerer mit einer Spinning Backfist sichtlich an und der Deutsche musste in Clinch, um die brenzlige Situation zu überstehen. Dort fing er sich aber schnell und konnte Takeuchi mit kurzen Schlägen immer wieder zusetzen. Nachdem sich der Japaner löste deckte Angerer ihn wieder mit Kicks ein und holte ihn mit einem Lowkick von den Beinen. Am Boden liegend musste Takeuchi weitere Tritte in seine Beine nehmen, bevor der Gong die Runde beendete. In der dritten Runde war es dann Angerer, der zwar von einem Cut gezeichnet war, aber nun den Kampf fest in der Hand hatte. Im Stand suchte Takeuchi sein Heil im Clinch, wurde dort von Angerer aber hart bearbeitet. Der Japaner wollte durch einen Guardpull im Stand zu Boden, doch Angerer drehte den Spieß um und verpasste Takeuchi einen bösen Slam! Am Boden attackierte der Japaner mit einem Armbar, doch Angerer hielt seine Postur und setzte ihm erneut mit hartem Ground and Pound zu. Takeuchi zog sich unter das Ringseil, so dass Kampfleiter Philipp Krebs den Kampf stoppte und in der Ringmitte in der selben Position wieder frei gab. Dort holte sich Takeuchi zunächst einen Ankle Lock, den Angerer stehend verteidigte, doch als Takeuchi zu einem Heelhook wechselte, konnte er Angerer’s Kreuzbänder im Knie abreissen. Der erfahrene Veteran blieb trotz der Schmerzen ruhig und besonnen, holte sich nur einen Augenblick später das Bein von seinem Gegner und setzte zu einem Kneebar an. Nach 2:44 Minuten in der dritten Runde blieb dem Japaner keine andere Möglichkeit, als den Kampf durch Abklopfen aufzugeben. Die Zuschauer in der Halle waren vollkommen aus dem Häuschen und unter „Standing Ovations“ beglückwünschte Enson „Yamatodamashii“ Inoue dem überglücklichen Peter Angerer zu seinem hart erarbeiteten Sieg in seinem letzten Kampf.

Das Event ist in voller Länge in Full HD Qualität auf der Webseite von SHOOTO KINGS im Videoplayer der Startseite kostenlos zum Anschauen hochgeladen.

Ergebnisse der Kämpfe

1. Deutsche Meisterschaft der Amateure im Shooto -70 kg: Mohammed Sadok Trabelsi (Munich MMA) besiegt Mark Frehner (KS Gym München) einstimmig nach Punkten 3:0

2. Deutsche Meisterschaft der Amateure im Shooto -76 kg: Raphael Lesnino (Munich MMA) besiegt Selvin Ramcilovic (German Top Team) nach 2:29 Minuten in Runde 1 durch Submission mit Armbar

3. Deutsche Meisterschaft der Amateure im Shooto -91 kg: Robin Salahi Sarajeh (Lion Cage Reutlingen) besiegt Junias Heil (German Top Team) nach 0:46 Minuten in Runde 1 durch Technical Submission mit Guilotine (Heil wird bewusstlos gewürgt)

4. Deutsche Meisterschaft der Amateure im Shooto +91 kg: Arrow Schreck (KS Gym München) besiegt Alexander Budja (German Top Team) nach Unentschiedenem Kampf nach einer Verlängerungsrunde mit 3:0 Punkten

5. Internationaler Superfight Amateure -65 kg: Raoul Tedeschi (Freelance) besiegt Emanuel Zaccaria (Hammer Team/Italien) mehrheitlich nach Punkten mit 2:0

6. Profi Shooto 2×5 Minuten -80 kg (Catchweight): Artur Waiz (Lion Cage Reutlingen) besiegt Jan Kronschnabl (German Top Team) einstimmig nach Punkten mit 3:0

7. Profi Shooto 2×5 Minuten -76 kg: Jerome Höfer (Suum Cuique Mainz) besiegt Michel Röge (R-Grip Gym Amsterdam/Holland) nach 1:47 Minuten in Runde 1 durch Submission mit Triangle Choke

8. Profi Shooto 2×5 Minuten -65 kg: Simon Eberlein (Lion Cage Reutlingen) besiegt Stefano Monteriso (Ligorio Top Team/Italien) einstimmig nach Punkten 3:0

9. Profi Shooto 3×5 Minuten -62 kg (Catchweight): Giorgio Belsanti (Ligorio Top Team/Italien) besiegt Tobias Thiago Huber (Mach 1 Gym Karlsruhe) nach 2:10 Minuten in Runde 1 durch Submission mit Triangle Choke

10. Deutscher Profititel Kampf Shooto 5×5 Minuten -91 kg: Sascha Massafra (KS Gym München) besiegt Artjom Knorr (Athletik Klub Ultra Neumünster) nach 2:48 Minuten in Runde 1 durch Submission mit Armbar

11. Superfight Profi Shooto „Japan vs. Germany“ 3×5 Minuten -76 kg: Peter Angerer (German Top Team) besiegt Koji Takeuchi (HLC Gym Sapporo/Japan) nach 2:44 Minuten in Runde 3 durch Submission mit Kneebar

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