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Submissao 2011

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Purebred Goods

SubmissaoEs war wohl das bis dato größte Grapplingturnier in Deutschland. Die „Submissao“ 2011 schlug alle bisherigen Rekorde und brachte letztendlich sicher über 300 Teilnehmer an den Start. Offizielle Zahlen und Ergebnisse werden in den nächsten Tagen sicherlich noch von den Veranstaltern des PSV Karlsruhe im Internet veröffentlicht. Wir wollen vorab nur kurz auf das Abschneiden des German Top Team an dieser Stelle eingehen.

Das Team von Peter Angerer war mit 16 Kämpfern gemeldet, musste aber noch kurzfristig die krankheits- und arbeitsbedingten Ausfälle von Harry Sauter, Amin Aichele und Oliver Stanke hinnehmen. Bei den Beginners waren mit Stjepan Pavkovic, Christian Kovac, Eugen Wagner, Thiemo Nass, Hakan Bayram und Daniel Saric die wirklichen „Young Guns“ des GTT am Start, um Wettkampferfahrung zu sammeln. Thiemo, Eugen und Hakan schieden in ihren ersten Kämpfen bereits aus. Christian gewann seinen ersten Kampf im BJJ, verabschiedete sich aber im zweiten Fight und unterlag auch im Grappling in seiner Auftaktbegegnung. Stjepan Pavkovic konnte überraschen und zauberte in seinem ersten Fight eine wunderschöne Submission mit einer Triangel, unterlag aber in seinem zweiten Kampf. Dennoch gelang ihm ein guter Einstand im Team und er hat sich in beiden Fights gut verkauft. Daniel Saric startete in der stärksten Klasse des Turniers mit über 60 Teilnehmern! Die Kämpfe in dieser Klasse dauerten den ganzen Tag und dementsprechend zermürbend war die lange Warterei zwischen den Kämpfen. Seinen ersten Kampf gegen den MMA Profikämpfer Artur Waiz gewann er nach Punkten, seinen zweiten Gegner chokte er mit einer Guillotine aus und auch seinen dritten Kampf gewann er haushoch nach Punkten. Im vierten Fight unterlag er durch einen blitzschnellen und technisch sehr schönen Armbar gegen einen Kämpfer aus Freiburg und musste sich mit drei gewonnen Kämpfen leider noch ohne Medaille vom Turnier verabschieden.

Trainiere im German Top Team

Auch in der Advanced Klasse lief es für das GTT nicht besonders gut. Hier waren Mario Leinweber, Benjamin Nüßle, Miodrag Vignjevic, Tevfik Meric, Frederico Azevedo, Dominik Adam und Jason Quinley für das Team aufgestellt. Bis auf Fred und Benjamin verloren alle Kämpfer ihre Auftaktbegegnungen. Fred war im BJJ zunächst mit einer toll ausgeführten Submission siegreich, musste sich aber dann im Halbfinale und später im Kampf um Platz 3 geschlagen geben. Benny siegte ebenfalls im ersten Kampf mit einer schnelle und sehr guten Submission, sein Gegner zum zweiten Kampf trat nicht an und im dritten Kampf traf er auf Nico Penzer aus Stuttgart, dem er durch Submission unterlag.

Damit wären wir fast ohne Medaille in diesem Jahr nach Hause gefahren, wenn da nicht unser Tevfik wäre, der sich wie im letzten Jahr noch in der Open Class zusammen mit Jason angemeldet hat. Ein Kampf später stand dann Tevfik gegen Jason im Kampf um Platz 3, wobei Jason verletzungsbedingt nach einer Minute aufgeben musste. Somit Bronze für Tevfik in der Open Class.

Bilder konnten wir leider keine machen, aber wir laden derzeit Videos von den meisten Kämpfen unserer Sportler auf unseren Youtube Kanal hoch, wo man die Kämpfe dann anschauen kann.

Noch kurz ein Fazit zu der Veranstaltung: ich ziehe den Hut vor der organisatorischen Leistung des Teams um Veranstalter Christoph Schadek. Christoph und seine zahlreichen Helfer haben sicherlich zu jedem Zeitpunkt ihr Bestes gegeben und es geschafft, eine derartige Mammut-Veranstaltung in etwas mehr als 12 Stunden über die Bühne zu bringen. Das an sich ist schon eine echte Meisterleistung. Dass es bei der Teilnehmerzahl zu Engpässen, Verzögerungen und manchmal auch Fehlentscheidungen kommen kann ist mehr als verständlich und dies hielt sich nicht nur in Grenzen, sondern wurde wirklich auf ein Minimum reduziert.

Erschreckend hingegen war die Anzahl der „Beginner“ die sich für das Event gemeldet haben, obwohl sie schon seit Jahren öfters in dieser Klasse antreten, MMA Profis sind oder sogar Trainer einer eigenen Schule seit Jahren sind. Ich war teilweise wirklich schockiert, wer da alles bei den Beginners so ganz selbstverständlich auf der Matte stand und sich dann einen Wolf freute, weil er dann auch noch einen echten Anfänger besiegte. Und manche von den „Beginners“, die schon seit Jahren aktiv sind, verloren dann auch noch gegen echte Anfänger. Also mir hat das die Lust auf die Kämpfe echt verdorben. Es war zum Teil echt nicht mehr mitanzuschauen wie dann da auch noch bei den Siegerehrungen gejubelt und gefeiert wurde. Eine kurze persönliche Nachricht von mir an diese Leute: „Kotzt Ihr Euch nicht selber an, wenn Ihr in den Spiegel schaut? Eure Siege sind nichts wert!“

Der Athletin, die sich gestern Abend noch so schlimm verletzt hat wünschen wir eine schnelle und hoffentlich vollständige Genesung und würden uns wünschen, dass es nicht so schlimm ist, wie es aussah. Gute Besserung!

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