¨Fight for Peace 7¨, Tag 4 und 5

¨Fight for Peace 7¨, Tag 4 und 5

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Purebred Goods

Der Weight-Cut ist immer das übelste am Kämpfen. Allerdings habe ich auf eine weisen Mann aus Mainz gehört und dieses Mal mein Gewicht trotz Flug sehr gut im Griff gehabt. Mit drei lockeren Gängen in einer Yakuza Sauna in Otsuka war das auch schnll und problemlos erledigt und ich brachte beim Einwiegen locker 79,05 kg auf der Waage.

Damit war der Freitag dann auch schon erledigt. Chillen, Essen und lange schlafen war angesagt. Heute morgen hat uns dann unser Oyabun mit Kaffee geweckt und so langsam kam ich in Fight Mode. Noch kurz ein Steak zum MIttagessen verhaftet und schon ging es ab zum Tokyo Dome, an welchem direkt die legendäre Korakuen Hall liegt. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber in Japan zu kämpfen war schon immer etwa besonderes für mich und wir es auch immer bleiben. Da funktioniert der alte Mann auf einmal ganz anders.

Trainiere im German Top Team

Trotzdem war ich heute verhältnismäßg nervös und etwas angespannt. Von Suzuki-san wusste ich nur, dass er amtierender Japanischer Champion ist und aus einem wirklich sehr starken Team kommt. Von der Erscheinung her ein echt stabiler Mann mit komischen Ohren. Mr. Wada, einer der bekanntesten MMA Referees Japans (Pride, Pancrase etc.) ging mit uns beim Rules Meeting nochmal kurz alles durch, danach ging es ab in die Katakomben, umziehen und vorbereiten.

Der Kampf selbst lief überhaupt nicht so, wie ich es geplant habe. Suzuki-san war phyisch sehr stark und pullte im Kampf drei Mal die Butterfly Guard, welche ich auch jedes Mal passieren konnte. Allerdings kam es im Kampf zu keiner besonders brenzligen Situation. Er konnte sich einmal in der ersten Runde mit einem tollen Wurf in Szene setzen, wogegen ich einmal einen nicht besonders gelungenen Ansatz einer Guillotine in der zweiten Runde hatte. Alles in Allem ein sehr unspektakulärer Kampf, der nach zwei Runden in einem für mich sehr unbefriedigendem Unentschieden endete. Unbefriedigend, weil ich einfach nicht das abrufen konnte, was ich mir vorgenommen hatte und was auch im Training hier in Japan super funktioniert hatte.

Nach dem Kampf wurde ich von Kancho Yoshiji Soeno im Ring mit dem Shidokan Award 2015, welcher einstimmig von allen japanischen Großmeistern bestimmt wurde, ausgezeichnet. Mein ¨großer Bruder¨ Enson Inoue war auch da, um mich anzufeuern und es war ein mehr als bewegender Moment, der meine Enttäuschung über den schlechten Kampf leicht dämpfte.

Anschließend waren wir noch mit Enson Inoue und seiner Lebensgefährtin Sarah gemeinsam im Ikebukuro unterwegs, haben einen wahnsinnig tollen und vor allem sehr lustigen Abend bei herrlichem Essen verbracht und kamen erst vor kurzem wieder in unser Hotel.

Morgen früh um sechs (also in viereinhalb Stunden) klingelt dann wieder der Wecker und wir machen uns auf nach Aoyama, wo ich morgen mein erstes Turnier bei den Schwarzgurten kämpfen darf. Ich kann nur hoffen, dass ich morgen besser ins Spiel finde und lockerer an die Sache rangehe. Drückt mir bitte die Daumen, ich halte Euch auf dem Laufenden.

United Fightwear

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