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Nachbetrachtung Huber vs. Tatalovic

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Tobias HuberIm vergangenen Monat wurden die Deutschen Meisterschaften im Shooto in Aschaffenburg ausgetragen. Die besten Shooter Deutschlands trafen im Octagon aufeinander und zeigten den Zuschauern packende und spannende Kämpfe. Wir wollen an dieser Stelle die Kämpfe noch einmal nachbetrachten und zusammen mit einem Video vorstellen. Den Anfang machen wir mit dem Titelkampf im Leichtgewicht -65 kg zwischen Miroslav Tatalovic (KS Gym München) und Tobias Thiago Huber (MAA Mannheim).

Dieses Duell um den Deutschen Meistertitel hätte am Anfang des Jahres wohl niemand erwartet. Huber galt als einer der guten Grappler in dieser Gewichtsklasse, doch sein Stand lässt (noch) zu wünschen übrig. Der Mannheimer verlässt sich lieber aus sein gutes Groundgame. Ein Plan, der schon in den Kämpfen gegen den Reutlinger Amin Aichele vom German Top Team nicht aufging. Daher hatte man den Mannheimer gar nicht auf der Karte für den Titelfight in Aschaffenburg. Doch Huber arbeitete still und leise weiterhin an seinem Groundgame und kämpfte so aktiv, wie noch nie zuvor. Für das Team Ferrari startete er in der Deutschen Grappling Liga, war bei so ziemlich jedem Grapplingevent in Deutschland am Start und kämpfte bei Shooto in Deutschland und in der Schweiz. Ein Fleiß der sich in doppelter Hinsicht auszahlte. Zum Einen qualifizierte sich Huber über seine Position in der Rangliste für die Deutsche Meisterschaft, zum Anderen entwickelte er sich auch kämpferisch in diesem Jahr enorm weiter.

Trainiere im German Top Team

Tatalovic war hingegen von Anfang an eigentlich festgestanden und war mit Sicherheit der Favorit in dem Titelkampf. Der Münchner hat ein sehr gutes Allround Game, wobei seine Stärken auf jeden Fall im Stand zu sehen sind. Der Muay Thai Fighter hat eine enorm gute Boxtechnik und paart diese mit knallharten und explosiven Kicks. Tatalovic ist im Stand auf jeden Fall im Stand immer brandgefährlich und nicht wenige rechneten mit einem KO Sieg des Münchners.

Gleich zu Beginn des Kampfes zeigte Tatalovic, dass er es ernst meinte und lies ein paar krachende Lowkicks bei Huber landen. Einen Takedownversuch des Mannheimers konterte Tatalovic und gelangte in die Top Position. Huber versuchte in die Full Guard zu gelangen, doch Tatalovic löste sich und gelangte wieder zurück in den Stand. Dort punktete er wieder mit harten Lowkicks und präzisen Boxkombinationen. Doch es gelang Huber den Münchner am Käfig zu stellen und einen Takedown in die Top Position durchzuführen. Von dort kontrollierte er aus der Sidemount und schaffte es kurz vor Ende der Runde noch in die Mount Position zu gelangen, die ihm die nötigen Punkte für einen Ausgleich in der ersten Runde brachte.

Runde zwei begann wieder mit harten Lowkicks und sauberen Boxaktionen von Tatalovic, der den Stand klar beherrschte. Doch es war Huber, der wieder mit einem Double Leg Takedown in die Sidemount punktete. Von dort arbeitete er auf einen Choke hin, doch es gelang Tatalovic zuerst die Halfguard und anschließend die Fullguard zu erlangen. Kampfleiter Philipp Krebs trennte den Kampf aufgrund mangelnder Aktivität in dieser Position und sofort konnte Huber erneut einen Takedown in die Guard von Tatalovic anbringen. Eine äußerst wichtige Aktion, denn genau mit diesem Takedown holte sich Huber den gewinnbringenden Punkt, der nach zwei Runden das Ergebnis von 41:40 für den Mannheimer besiegelte. Somit holte sich Huber den Deutschen Meistertitel in der Leichtgewichtsklasse -65 kg und strafte alle Zweifler Lügen.

Wir danken GroundandPound TV für die Bereitstellung des Videos, das den Kampf in voller Länge mit den Interviews zeigt.

Foto von Tobias Huber.

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