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Matthias „Shamrock“ Merkle

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Matthias MerkleKaum ein Kämpfer hat in den vergangenen zwei Jahren im Shooto so von sich Reden gemacht, wie der Berufssoldat Matthias Merkle aus Ertingen. Seit nunmehr drei Jahren trainiert Matthias im German Top Team und brachte hierbei seinen soliden Background im Boxen von Anfang an gut ins Spiel. Mittlerweile hat er nicht nur im Amateurlager eine solide Karriere hingelegt, sondern absoliverte auch sein Profidebüt bei „Aces of MMA“ in Fürstenfeldbruck mit Bravour, als er den hoch favorisierten Nürnberger Andrej Lichtenwald früh in Runde 1 mit einer Kimura zur Aufgabe zwang. Wir wollen Ihnen diesen Ausnahmekämpfer an dieser Stelle etwas näher vorstellen und seine bisherige Karriere Revue passieren lassen.

Eher zufällig traf Matthias vor etwas mehr als drei Jahren seinen jetzigen Trainer Peter Angerer, den er bereits 2003 bei dessen Kampf gegen den UFC Veteranen Shonie Carter gesehen hatte. Die beiden kamen schnell ins Gespräch und man vereinbarte, dass man sich mal zum Training im damaligen „Kamikaze Dojo Nürtingen“ trifft. Aus diesem Treffen ist mittlerweile eine solide Zusammenarbeit gewachsen. Recht früh begann Matthias dann mit Amateurkämpfen im MMA in der damaligen Eventserie „This is Shido“ von Shidokan Germany. Ähnlich wie im Shooto wurde hierbei mit einem entschärften Regelwerk gekämpft, um die Amateurkämpfer gezielt auf Profikämpfe vorzubereiten. Mit Siegen über Igor Montes und Daniel Talmon marschierte Matthias schnell an die Spitze in der Gewichtsklasse -76 kg. Weitere Siege gegen Paul Berdikov und den US Amerikaner Brandon Kilfoyle folgten. Seinen ersten „Dämpfer“ erhielt Matthias bei „KIRU“ in Prüm, als er dem Franzosen Ibrahim Moginot durch einen Heelhook unterlag. Auch seinen nächsten Kampf bei „Pride and Honor“ in Stuttgart gegen Igor Montes verlor er vorzeitig und so war es an der Zeit, das Training nochmals neu aufzubauen und an den Schwachstellen zu feilen.

Trainiere im German Top Team

Zu diesem Zeitpunkt kam eine Kampfangebot von „Gods of War“ Promoter Chas Jaquier, der einen Rückkampf zwischen Brandon Kilfoyle und Matthias in Kaiserslautern unter Profiregeln sehen wollte. Brandon unterlag nach Amateurregeln knapp nach Punkten und wollte diese Scharte auswetzen. In professioneller Manier gewann Matthias diesen Kampf, ohne Brandon auch nur den Hauch einer Chance zu lassen.

Nachdem im vergangenen Jahr Shooto in Deutschland etabliert wurde, kämpfte Matthias natürlich auch hier bei den Amateuren und holte sich ungefährdet zwei weitere vorzeitige Siege durch Submission. Ende des vergangenen Jahres wurde Matthias dann von der Deutschen Shooto Kommission in die B Klasse eingestuft und erhielt somit seinen Profistatus als Shooter auf internationaler Ebene.

Sein Debüt in der B Klasse hielt er bei der ersten Profi Shooto Gala in Bayern „Aces of MMA“ am 23. April 2011. Dort traf er auf den starken Profikämpfer Andrej Lichtenwald von der Kampfsportschule Althof in Nürnberg, der zuletzt bei „Superior FC“ in Gießen durch KO gesiegt hatte. Matthias zeigte sich hochmotiviert und gut vorbereitet. Nach einem anfänglichen kurzen Schlagabtausch landete er in einem Guillotine Choke von Lichtenwald in dessen Halfguard. Langsam arbeitete er sich aus dieser Situation heraus und ging nahtlos in eine Kimura über, mit welcher er Lichtenwald zur Aufgabe zwingen konnte.

Bereits jetzt stehen schon wieder die nächsten Kämpfe für den fleißigen Soldaten an. Am 30. April, also nur eine Woche nach seinem Profidebüt, wird Matthias bei „Swiss Las Vegas“ im Baseler Casino gegen den starken Schweizer Gregor Weibel einen weiteren Profikampf bestreiten. Ein Pensum, das sicher außergewöhnlich ist. Doch Matthias beschreibt dies selbst am besten mit seinen Worten: „Ich kämpfe immer, wenn ich die Möglichkeit dazu bekomme“. Eine Einstellung, die für einen aufstrebenden Profi sehr lobenswert ist. Er wird seinen Weg machen.

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