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Die UGC kehrt zurück!

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Purebred Goods

Ultimate Grappling ChallengeDie „Ultimate Grappling Challenge“ war das dienstälteste und auch renommierteste No Gi Turnier in Deutschland. Superstars, wie PRIDE und UFC Veteran Cyril Diabate, UFC Kämpfer Remco Pardoel, ADCC Champion Dean Lister, Sengoku Veteran Yasubey Enomoto und viele weitere große Namen standen hier schon auf der Matte. Über Jahre hinweg war die UGC schlichtweg eines der bekanntesten und auch härtesten Grapplingturniere in ganz Europa. Hier gab sich das „Who is Who“ der europäischen Grapplingszene die Klinke in die Hand. 2007 verschwand die UGC plötzlich von der Bildflläche. Doch totgesagte leben länger. Heute wird die Wiedergeburt der „Ultimate Grappling Challenge“ bekannt gegeben. Hier erfahren Sie alle News und Hintergründe zu dem Revival des wohl härtesten Grapplingevents in Europa.

Bereits im Jahr 2000 wurde die UGC erstmals abgehalten. Nur ein Jahr danach platzte das Event sprichwörtlich aus allen Nähten. Offizielle Referees des ADCC aus Abu Dhabi wurden extra zu diesem Event eingeflogen, zusammen mit einigen der besten Kämpfern aus dem Abu Dhabi Combat Club, wie z.B. Georg Delchev und Lubomir Guedev. Bis aus Südafrika kamen die Teilnehmer dieses Events, das damit nicht nur das erste dieser Art in Deutschland, sondern auch das international bekannteste Grapplingevent in Deutschland war. Über die Jahre hinweg trafen sich hier die besten der besten Europas und aus Brasilien, USA und sogar Australien.

Trainiere im German Top Team

Dean ListerDer größte Coup gelang Veranstalter Peter Angerer im Jahr 2005, als er einen Superfight zwischen Andreas „Andyconda“ Schmidt und dem damals amtierenden ADCC Superfight Champion Dean Lister (USA) zustande brachte. Die UGC war schlichtweg weltweit bekannt und ein Garant für tolle Kämpfe. Vor allem das Regelwerk sprach anscheinend besonders die Hardcore-Grappler auf der ganzen Welt an. Die Formel war einfach: keine Runden, keine Zeitlimits, keine Punkte. Man konnte nur durch Submission, Abbruch oder Disqualifikation des Gegners gewinnen. Zu einer Zeit, als es kaum Grapplingturniere in Deutschland gab, wartete die UGC mit bis zu 250 Startern auf und schlug damals von Jahr zu Jahr alle Rekorde. Epische Mattenschlachten wurden hier geschlagen und Champions gekrönt, die diese Bezeichnung auch verdienten. So dauerte der längste Kampf der UGC über 1:15 Stunden. Franco „Ortega“ de Leonardis gewann diesen Kampf gegen den Belgier Wim Deputter und sicherte sich damals den Einzug ins Finale, wo er gegen den Italiener Alessio di Liberti nochmals über eine Stunde lang kämpfte, bevor er sich zum zweiten Mal „Ultimate Grappling Champion“ nennen konnte. Aber warum verschwand die UGC 2007 so sang- und klanglos?

Peter Angerer begründete seinen Schritt, die UGC nicht mehr abzuhalten, mit einer wahren Flut an neuen Grapplingturnieren zu dieser Zeit und vor allem mit dem Mangel an Terminabsprachen. Plötzlich fanden im Zeitraum der etablierten UGC zwei oder drei weitere Turniere in Deutschland statt, die der UGC natürlich die Teilnehmer raubten. Es war schwierig bis gar unmöglich, einen geeigneten Termin für ein Turnier dieser Größenordnung zu finden und nachdem man 2007 noch die TSUNAMI Fighting Championships in Stuttgart abhielt, wurde 2008 die UGC still gelegt. Oder besser gesagt, zu Grabe getragen. Es schien, als ob das Interesse vor allem im eigenen Land an einem Turnier, wie es die UGC war, nicht mehr in ausreichendem Maß vorhanden war.

In den vergangenen Monaten wurde die Frage aber immer wieder gestellt: „Warum gibt es die UGC nicht mehr?“ und von vielen Seiten wurde das Interesse an einem Turnier dieser Größenordnung und mit diesem Regelwerk gezeigt. Nachdem man in den letzten Wochen ernsthafter über ein Revival der UGC nachdachte, fiel heute die Entscheidung, dass im Zeitraum September/Oktober diesen Jahres erneut eine „Ultimate Grappling Challenge“ stattfinden soll. Allerdings wurden die Rahmenbedingungen des Turniers und auch die Regeln der Zeit angepasst und so gibt es für die neue UGC einige Änderungen.

Zunächst einmal ist das Teilnehmerfeld in jeder Gewichtsklasse auf maximal 16 Starter begrenzt. Kämpfer aus der ganzen Welt können sich für eine Teilnahme anhand eines Fragebogens bewerben. Aus dem Pool der Bewerber werden dann 16 Kämpfer ausgesucht, die für das Event eingeladen werden. Gekämpft wird zukünftig in den Gewichtsklassen -65 kg, -70 kg, -76 kg, -83 kg und -91 kg. Zusätzlich gibt es noch eine Absolute Class, in welcher Kämpfer über 91 kg und aller anderen Gewichtsklassen kämpfen können. Dadurch wird sicher gestellt, dass alle Gewichtsklassen voll besetzt werden und man auf sogenannte „Card-Filler“ verzichten kann. Gekämpft wird wie gehabt im KO System ohne Zeitlimits und Punkte. Ein Sieg ist immer noch nur durch Submission, Abbruch oder Disqualifikation möglich. Erlaubt sind dabei alle gängigen Hebel- und Würgetechniken, auch die viel diskutierten Heelhooks werden dabei zum Einsatz kommen, da diese einfach bei jedem großen Turnier in den USA und Japan auch erlaubt sind. Als Preise winken dem Sieger ein Preisgeld in jeder Kategorie, sowie ein Championgürtel. Große Medaillen für die Platzierten und Urkunden für alle Teilnehmer, sowie ein offizielles UGC Shirt sind ebenfalls für alle Kämpfer vorgesehen.

In den kommenden Wochen werden hierzu alle Daten und Informationen aufbereitet und in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt. Sobald alle Rahmenbedingungen erfüllt sind und ein geeigneter Austragungsort gefunden wurde, wird die UGC dann offiziell international ausgeschrieben und über die einschlägigen Magazine und Newsseiten im Internet beworben. Wir werden unsere Leser hierüber auf dem Laufenden halten.

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